"Mit einem reichen Erfahrungsschatz aus unterschiedlichsten Richtungen bilden die
Charaktermusikerinnen und -musiker Pia, Carina, Theresa und Tobi die Band Goldbird. Hier
sind die Wurzeln einer klassischen Ausbildung ebenso zu spüren, wie die über viele Jahre hinweg
erworbene Bühnensicherheit. Ihr Instrumentarium passen sie ganz an die Situation an.
Komplett akustisch stellen sie sich den Strapazen einer 8-stündigen Straßenmusik-Session
genauso souverän, wie sie Festival-Plätze und Hallen beschallen. Die Melodika wird kurzerhand
durch eine Korg-Orgel ersetzt, ein komplettes Schlagzeug tritt an die Stelle der Cajón und der
Kontrabass gibt sich die Hand mit dem E-Bass. Frontsängerin Pia unterstützt mit Gitarre und
Cello den musikalischen Rahmen. Das ergibt einen warmen, reichhaltigen Sound, der durch die
wohlüberlegte zweite Stimme von Carina noch an Charakter gewinnt. Goldbird scheuen
sich nicht vor komplexerer Harmonik, doch erhält man bereits beim ersten Hören Eingang in
ihre Musik. Viel Entwicklungsarbeit steckt in ihren Liedern, sodass jeder Song zu einer kleinen,
eigenständigen Welt wird, in die man sich leicht entführen lassen kann und in der es viel zu
entdecken gibt. Mit der versöhnlichen Melancholie des Soul beschränken sie sich in ihren Noten
und auch in ihren Texten aufs Wesentliche. Sei es, ob ich herausfinde "where my heart
is"
oder einen Schritt aus der überhasteten Entwicklung unserer Gesellschaft heraustrete
und feststelle: „I don't mind if times are always changing (…), it's still the same“.
Mit Goldbird betrete ich eine kleine Oase in der meine Orientierungslosigkeit zwar nicht kuriert
wird, aber sie wird für eine kurze Zeit etwas erträglicher."



Sven Zedlitz